EuGH aktuell zu Flugverspätungen

Wer den Flug anbietet, ist verantwortlich bei Flugverspätungen

Wenn der Fluggast einen Flug bei einer Airline bucht, ist diese auch dann für die Erfüllung der Fluggastrechte verantwortlich, wenn Sie ein anderes Luftfahrunternehmen mit der Durchführung des Fluges beauftragt. Das so genannte Wet Lease, bei dem ein Flugzeug inklusive der Besatzung von einer anderen Fluggesellschaft gechartert wird, ändert nichts an der operativen Verantwortung für den Flug. Die finanzielle Verantwortung bei Annullierung oder Verspätung trägt die Gesellschaft, die einen Flug ansetzt, entschieden die Luxemburger Richter. (Urt. V. 04.07.2018 AZ C-523/17). Die Richter sahen es als unerheblich an, dass schon bei der Buchungsbestätigung eine andere Fluggesellschaft als ausführende Airline bezeichnet wurde. Schon auf der Buchungsbestätigung wird oftmals angegeben „operated by xy Airline“, dies hat für den Fluggast hinsichtlich seiner Rechte jedoch keine Bedeutung, seine Ansprüche gegenüber der gewählten Fluggesellschaft bleiben unverändert bestehen.

Nicht geklärt wurde in dieser Verhandlung bedauerlicherweise, ob die Aufklärungsverpflichtungen zu den Fluggastrechten in Falle einer Annullierung oder Verspätung auf die ausführende Fluggesellschaft übergehen.

Material der DPA

 
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